Dioxin Eier

N24-EMNID-UMFRAGE: Dioxin: Deutsche würden mehr Geld für gesünderes Essen ausgeben – Deutsche fühlen sich von Aigner nicht ausreichend geschützt

Gesundes Tierfutter und Dioxintests würden unser Essen teurer machen, doch die Mehrheit der Deutschen wäre offenbar bereit, für sicheres Essen einen höheren Preis zu zahlen. In einer N24/Emnid-Umfrage sagten 77 Prozent der Befragten, sie würden für gesünderes Essen mehr Geld ausgeben. Nur 21 Prozent wären nicht dazu bereit, mehr Geld für Lebensmittelsicherheit auszugeben.

Generell finden nur 19 Prozent der Befragten, dass Nahrungsmittel in Deutschland zu billig sind, um gut zu sein. 43 Prozent halten die Preise für gerade richtig, 37 Prozent sogar für überteuert.

Diese Sicht ist allerdings stark bildungsabhängig: Bei den Befragten mit einem hohen Bildungsstand halten 43 Prozent die Lebensmittel für zu billig, bei denen mit niedrigem Bildungsgrad sehen das gerade mal 9 Prozent so. Dafür halten 49 Prozent der Menschen mit niedrigem Bildungsgrad die Lebensmittel sogar für zu teuer. Einig sind sich die Deutschen aber bei der Frage, ob Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner genug für die Lebensmittelsicherheit tue. 58 Prozent der Befragten halten Ministerin Aigners Bemühungen für unzureichend, nur 30 Prozent sind mit der Arbeit Aigners zufrieden.

Umfragezeitraum: 12. Januar 2011
Befragte: ca. 1.000
Quelle: N24

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Barack Obama Der neue US-Praesident

Am 20. Januar 2009 wird der neue amerikanische Präsident Barack Obama feierlich in sein Amt eingeführt.

Das ZDF wird die Amtseinführung an diesem Tag ab 17.03 Uhr live aus Washington übertragen. Doch bereits am Mittwoch, 14. Januar 2009, um 0.30 Uhr sendet das ZDF den Film „Obama Superstar“, für den ZDF-Korrespondent Matthias Fornoff Barack Obama vom Beginn des Wahlkampfes an begleitet hat. Fornoff hat miterlebt, wie Obama die Massen in seinen Bann zog, und analysiert, was die Menschen glauben lässt, dass der neue Präsident Amerika und die Welt verändern wird.

Es war ein historischer Augenblick, und es war die wohl emotionalste Wahlnacht, die Amerika erlebt hat. Als endlich feststand, dass Barack Obama gewonnen hatte, tobten nicht nur Hunderttausende Menschen in Chicagos Grant Park, überall im Land wurde wie sonst nie gefeiert.

Barack Obama ist der erste Schwarze, der zum mächtigsten Mann der Welt gewählt wurde. Aber nicht nur das macht ihn zu einer Besonderheit. Obama ist ein Phänomen. Er reißt die Menschen mit. Keiner steht so sehr für den langersehnten Politikwechsel in Washington wie er. Der Mittvierziger – mit einer Mutter aus Kansas und einem Vater aus Kenia – hat es geschafft, die Politikverdrossenheit bei Jugendlichen und Schwarzen zu vertreiben. Er versteht, die Jugend zu mobilisieren. Aber er hat auch Hoffnung im Ausland geweckt. Nun warten alle – sowohl in Amerika als auch in der ganzen Welt – darauf, ob der versprochene Wandel auch tatsächlich Einzug hält ins Weiße Haus.

Barack Obama hat sich nach den 21 Monaten Wahlkampf keine Pause gegönnt. Schon am Tag nach seiner Wahl traf er wichtige Personalentscheidungen, fing an, sein Team sorgsam auszuwählen. Dabei hat er pragmatisch versucht, Kritiker, auch aus den eigenen Reihen, für sein Kabinett zu gewinnen, wie zum Beispiel Hillary Clinton. Ihm ist klar, dass er an vielen Fronten zugleich kämpfen muss. Die Wirtschaftskrise weltweit steht ganz oben auf seiner Agenda.

Sobald er am 20. Januar 2009 offiziell den Amtseid geleistet hat, wird der Mann, den viele während seines Wahlkampfes als Superstar bezeichneten, unter Beweis stellen müssen, dass er die Hoffnungen, die so viele Menschen in ihn setzen, nicht enttäuscht, dass er es wirklich versteht, Amerika zu erneuern.

Gleich im Anschluss an den Film „Obama Superstar“ von Matthias Fornoff, ab 1.15 Uhr, wiederholt das ZDF noch einmal „Bush – Die Bilanz“, ein Rückblick auf die Ära George W. Bush von Michael Renz.

Finanzkrise und Konjunkturprogramm

Südwest Presse: Kommentar zum Konjunkturprogramm

Wer hat das beste Konjunkturprogramm? Wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen gackern die Politiker durcheinander und tun so, als hätten sie das Patentrezept. Abenteuerliche Summen werden gehandelt: 25 oder gar 50 Milliarden Euro soll der Staat in die Hand nehmen. Bei den astronomischen Beträgen, die zur Bewältigung der Kapitalmarktkrise im Raum stehen, ist offenbar bei manchem das Gefühl für das Sinnvolle und Machbare verloren gegangen. Denn letztlich haben auch Politiker keine Patentrezepte gegen den Abschwung, auch wenn sie so tun.

Schon ohne die Finanzkrise ging es mit der Konjunktur bergab. Jetzt reden alle von der Rezession – und reden sie damit auch herbei, weil sie die Bürger weiter verunsichern und die Deutschen ohnehin Katastrophenszenarios lieben. Wo viele Staats-Milliarden die Banken stützen, erwarten die Bürger auch Hilfe im eigenen Umfeld. Das ist verständlich, und doch ist zu bezweifeln, ob sie möglich und sinnvoll ist. Wichtig sind die Feinheiten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht von „investitionsfördernden Maßnahmen“ und nicht von einem Konjunkturprogramm. Denn schon das Wort weckt falsche Vorstellungen. Dass dieser Weg in der Vergangenheit teuer und eher wirkungslos war, ist nur bei Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) nicht angekommen. Er redet unentwegt von den großen Steuererleichterungen und beweist damit einmal mehr seine Inkompetenz. Denn ganz abgesehen davon, dass er sich kein bisschen um die Finanzierung schert: Dieses Instrument wirkt nur mit mindestens einem Jahr Zeitverzögerung, also viel zu spät. Zudem ist zu bezweifeln, ob es die Konsumbereitschaft der breiten Masse anheizt. Die Absenkung des Grundfreibetrags beispielsweise würde für viele maximal zehn Euro weniger Steuerabzug im Monat bedeuten. Das versickert, wenn an anderer Stelle gleichzeitig die Belastungen etwa für die Krankenkasse steigen. Geradezu rührend ist, wie sich alle Politiker um die Automobilindustrie sorgen. Angesichts fast täglicher Hiobsbotschaften ist das kein Wunder. Auch ist jeder siebte Arbeitsplatz direkt oder indirekt von ihr abhängig. Nur: Wer kümmert sich um die anderen Branchen und deren Beschäftigte? Wenn die Autohersteller und -importeure schon zinsgünstige Kredite der staatseigenen KfW für Neuanschaffungen fordern, zeigt das nur, dass sie jedes Maß verloren haben. Warum nicht auch für die Möbelindustrie oder die Porzellanhersteller? Die leiden genau so unter der Kaufzurückhaltung der Bürger. Durchaus sinnvoll wäre eine rasche Neuregelung der Kfz-Steuer nach den Kohlendioxid-Werten. Nur wird über die schon seit Jahren geredet, ohne dass etwas passiert ist. Da gilt wie an vielen anderen Stellen: Taten sind gefragt und nicht nur Palaver. Auf dem richtigen Weg ist dagegen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), wenn er nach Maßnahmen sucht, die zusätzlich privates Kapital mobilisieren, ob bei der verstärkten Gebäudesanierung oder beim höheren Steuerbonus für Handwerkerrechnungen. Heute sollen Steinbrück und Glos ihre Ideen dem Bundeskabinett vorstellen, in einer Woche sollen Beschlüsse gefasst werden. Schon jetzt ist absehbar, wer gewinnt: Während der Christsoziale mit unrealistischen Vorschlägen höchstens Hoffnungen bei den Bürgern weckt, die nur enttäuscht werden können, beweist sich der Sozialdemokrat als Realist – solange es ihm gelingt, die Begehrlichkeiten in seiner eigenen Partei zu zügeln. Das Wichtigste ist, dass die Politiker den Bürgern Mut machen, damit sie selbst anpacken. Der Staat allein kann nicht für einen neuen Aufschwung sorgen, auch wenn er im Moment mit der Bankenrettung den Eindruck erweckt, als könne er alles. Es ist eine Illusion. (Südwest Presse)